Test im Oktober, Bericht im November

AV-Comparatives hat am 6. November seinen Fake-Shop Detection Test 2026 veröffentlicht. Die eigentliche Prüfung fand vom 1. bis 7. Oktober statt. Das Labor wählte dafür zufällig 500 damals noch erreichbare Fake-Shop-Adressen aus seinem gesammelten Bestand aus.

Zusätzlich wurden 100 beliebte seriöse Shopping-Websites auf Fehlalarme geprüft. Die Tests liefen auf einem vollständig aktualisierten 64-Bit-System mit Windows 11 und Google Chrome. Die Ergebnisse belegen damit keinen gleichwertigen Schutz auf jedem Smartphone, Betriebssystem oder Browser.

Die Schwelle ist keine hundertprozentige Erkennung

Für die Zertifizierung musste ein Produkt mindestens 80 Prozent der 500 Fake-Shop-Adressen erkennen und durfte bei den 100 seriösen Shops keinen Fehlalarm auslösen. Null Fehlalarme in dieser Stichprobe sind keine Garantie, dass ein Produkt überall und jederzeit fehlerfrei arbeitet.

Zertifiziert wurden Avast Premium Security, Bitdefender Total Security, F-Secure Internet Security, Kaspersky Premium, NordVPN Next-gen antivirus, Norton 360 Deluxe und Norton VPN Ultimate. Diese Liste beschreibt das Testergebnis; sie ist keine Rangliste und enthält keine Aussage zur Verfügbarkeit jedes Produkts in einzelnen Ländern.

Was Käufer selbst prüfen können

AV-Comparatives rät dazu, die Schreibweise der Webadresse sowie Kontaktangaben, Versand- und Rückgaberegeln zu kontrollieren. Ungewöhnlich hohe Rabatte und fehlende Kontaktdaten sind Warnzeichen, die vor einer Bestellung weitere Prüfung verdienen.

Eine verschlüsselte Verbindung mit HTTPS oder ein Schloss-Symbol beweist für sich allein nicht, dass ein Shop seriös ist. Das Labor empfiehlt außerdem Zahlungsmöglichkeiten mit Käuferschutz und warnt vor Vorauszahlungen. Die Zertifizierung ersetzt diese Prüfung vor dem Kauf nicht.