Ferrari ersetzt Hamiltons gesamte Antriebseinheit
Lewis Hamilton soll beim Grand Prix von São Paulo nach einer weiteren Motorstrafe am Ende des Feldes starten. Ferrari hat den Wechsel seiner gesamten Antriebseinheit bestätigt, meldet die Formel 1 am 7. November. Zuvor war für ihn nur eine Rückversetzung um zehn Plätze wegen eines neuen Verbrennungsmotors genannt worden.
Nach Angaben der Rennserie meldete Hamilton im dritten Training Vibrationen und kehrte an die Box zurück. Nach dem erneuten Ausfahren verlor das Auto Leistung; Hamilton berichtete von Rauch im Cockpit. Ferrari entschied nach den anschließenden Prüfungen, die komplette Antriebseinheit auszutauschen.
Laut der im F1-Bericht wiedergegebenen Ferrari-Erklärung soll Hamilton am Qualifying teilnehmen, das Rennen am folgenden Tag aber am Ende des Feldes beginnen. Eine genaue Startposition oder Reihenfolge aller bestraften Fahrer ist damit noch nicht bestätigt.
Die zuvor gemeldeten Strafen für Ferrari und Red Bull
Im früheren Bericht vom 7. November hatte die Formel 1 für Hamilton und Charles Leclerc zunächst jeweils zehn Strafplätze genannt, nachdem Ferrari das Saison-Kontingent für Verbrennungsmotoren überschritten hatte. Bei Hamilton wurde diese Ausgangslage durch den später bestätigten Wechsel der gesamten Antriebseinheit überholt. Für Leclerc bleibt in den geprüften Meldungen die Rückversetzung um zehn Plätze genannt.
Bei Max Verstappen meldete die Formel 1 Überschreitungen für Verbrennungsmotor, Turbolader und Auspuff und daraus eine Rückversetzung ans Ende des Feldes. Hamiltons zusätzliche Strafe legt noch keine genaue Reihenfolge zwischen diesen beiden Fahrern fest.
Weitere Fahrer betroffen
Auch Cadillac hat bei Sergio Pérez neue Komponenten eingebaut: einen Ferrari-Verbrennungsmotor, einen Turbolader und eine MGU-K. Die Formel 1 meldet dafür ebenfalls eine Startplatzstrafe, nennt im Bericht aber keine konkrete Anzahl.
George Russell hatte für einen vergleichbaren Motorwechsel bereits eine Rückversetzung um fünf Plätze bestätigt. Diese zuvor bekannte Strafe ist von den neu gemeldeten Wechseln bei Ferrari und Red Bull zu unterscheiden.
Warum das Qualifying nicht allein über die Startplätze entscheidet
Der Bericht erläutert die Grundregel: Beim erstmaligen Überschreiten des Kontingents eines Elements werden zehn Plätze fällig, bei einer weiteren Überschreitung desselben Elements fünf. Mehrere Strafen am selben Wochenende werden zusammengezählt; bei mehr als 15 Plätzen erfolgt eine Rückversetzung ans Ende des Feldes.
Fans sollten deshalb zwischen dem Ergebnis des Qualifyings und der später veröffentlichten Startaufstellung unterscheiden. Aus diesen Motorstrafen lässt sich weder eine endgültige Reihenfolge aller Autos noch ein Rennergebnis ableiten. Die verlinkte Mitteilung nennt die betroffenen Komponenten und Fahrer.



