Daten nachladen, ohne eine neue Tabelle anzulegen

Amazon DynamoDB kann mit Bulk Put Items Daten aus Amazon S3 in bereits vorhandene Tabellen laden. AWS hat die Funktion am 5. November allgemein freigegeben. Der Dienst verarbeitet die Quelldateien als Hintergrundauftrag und schreibt ein Ergebnisprotokoll in einen gewählten S3-Speicherort.

Laut AWS laufen die Schreibvorgänge auf separater Kapazität und verbrauchen nicht die Lese- oder Schreibkapazität der Anwendungstabelle. Das macht den Vorgang jedoch nicht kostenlos: Die Verarbeitung wird nach geschriebenem Datenvolumen und gewählter Leistungsstufe abgerechnet.

Vorhandene Daten gezielt schützen

Jeder Eingabedatensatz kann eine eigene Bedingung erhalten. Damit lassen sich beispielsweise nur neue Schlüssel einfügen oder neuere Versionen schützen. Ohne Bedingung überschreibt ein Eintrag einen vorhandenen Datensatz mit demselben Schlüssel.

Die Funktion schreibt vollständige Datensätze. Sie ist kein Werkzeug, das nur einzelne Attribute eines bestehenden Eintrags ändert. Ein abgebrochener Auftrag nimmt bereits geschriebene Daten zudem nicht zurück.

Stufe, Grenzen und Ergebnis prüfen

Standard ist die voreingestellte Stufe und in allen kommerziellen AWS-Regionen sowie den US-GovCloud-Regionen verfügbar. Accelerated richtet sich an zeitkritischere Aufträge und hat eine begrenztere regionale Verfügbarkeit. Die Eingabegrenze pro Auftrag liegt bei 100 GB für Standard und 1 TB für Accelerated. Globale Tabellen werden zum Start nicht unterstützt.

Ein abgeschlossenes Ergebnis kann auch übersprungene Datensätze enthalten; bei COMPLETED_WITH_ERRORS sind Fehler übrig geblieben. Betreiber sollten das Auftragsprotokoll auswerten und Bedingungen vor einem erneuten Import prüfen. Bei angebundenen Streams müssen nachgelagerte Verbraucher zusätzlich die Importlast verarbeiten können.