Mehr Bilanzsumme als ein Jahr zuvor

Die Bilanzsumme der in der EU ansässigen Kreditinstitute stieg binnen eines Jahres um 5,18% auf 34,99 Billionen Euro Ende Juni 2026. Ein Jahr zuvor waren es 33,27 Billionen Euro. Das geht aus den am 6. November veröffentlichten konsolidierten Bankdaten der EZB hervor.

Die zusammengefasste Quote notleidender Kredite erhöhte sich im selben Jahresvergleich um 0,03 Prozentpunkte auf 1,99%. Die Veränderung ist in Prozentpunkten angegeben, nicht als Anstieg um drei Prozentpunkte.

Rendite und Kapitalquote richtig lesen

Die aggregierte Eigenkapitalrendite lag bei 5,31%. Sie setzt den Gewinn oder Verlust des ersten Halbjahrs zum Eigenkapital ins Verhältnis und ist ausdrücklich nicht annualisiert. Die Zahl ist deshalb keine bereits erzielte Jahresrendite.

Die harte Kernkapitalquote, CET1, betrug 16,43%. Sie bezieht sich auf das harte Kernkapital im Verhältnis zum Gesamtrisikobetrag. Sie ist nicht als Anteil am gesamten Vermögen der Banken zu lesen.

Ein EU-Gesamtbild, kein einzelnes Bankurteil

Die Erhebung beschreibt den EU-Bankensektor auf konsolidierter Gruppenbasis und deckt nahezu dessen gesamte Bilanzsumme ab. Die betrachteten Zeitreihen beziehen sich auf die EU27. Es handelt sich somit um ein EU-Gesamtbild, nicht um eine separate deutsche oder österreichische Bankenbilanz.

Die Veröffentlichung enthält auch Revisionen früherer Werte. Für Vergleiche sollten Leser deshalb denselben Datenstand und dieselbe Definition verwenden. Aus den Gesamtwerten ergibt sich keine Aussage zur Sicherheit einer bestimmten Bank oder zu einer persönlichen Anlage.