Was die neuen Daten zeigen
Der Hauptindikator des EZB-Wage-Trackers liegt für das zweite Halbjahr 2026 bei 2,7 Prozent und für das erste Halbjahr 2027 bei 2,8 Prozent. Er berücksichtigt laufende Tarifverträge und über zwölf Monate geglättete Einmalzahlungen.
Die Bundesbank veröffentlichte die deutsche Fassung am 5. November. Die zugrunde liegende EZB-Mitteilung trägt das Datum 4. November und berücksichtigt bis Mitte Oktober abgeschlossene Tarifverträge. Gegenüber September wurden die Werte für beide Halbjahre im Durchschnitt um rund 0,1 Prozentpunkte angehoben.
Die Abdeckung wird kleiner
Für das erste Halbjahr 2027 erfasst der Tracker 31,8 Prozent der Beschäftigten in den teilnehmenden Ländern. Für das dritte Quartal stehen 2,4 Prozent Lohnwachstum bei nur 23,3 Prozent Abdeckung. Neue Tarifabschlüsse können die Daten verändern.
Deutschland und Österreich gehören zu den neun erfassten Ländern. Die genannten Wachstumswerte sind ein gemeinsames Aggregat, keine gesonderten Länderwerte und keine Zusage für ein bestimmtes Gehalt.
Was Beschäftigte daraus ableiten können
Die EZB betont, dass der vorausblickende Teil keine Prognose ist: Er enthält den aktuell bekannten Bestand laufender Vereinbarungen. Für die eigene Bezahlung sind der geltende Tarifvertrag sowie die Unterscheidung zwischen laufendem Entgelt und Einmalzahlungen entscheidend.
Die nächste Datenveröffentlichung ist laut Mitteilung für den 18. Dezember 2026 vorgesehen.



