Weniger Umsatz als bisher erwartet

Rheinmetall hat am 5. November seine Umsatzprognose für 2026 von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro auf rund 13,2 Milliarden Euro gesenkt. Die erwartete operative Ergebnismarge sinkt von rund 19 auf rund 18,5 Prozent.

Als Gründe nennt der Konzern Verzögerungen beim Bundeswehrprojekt Arminius und bei der Abnahme von Artilleriemunition. Arminius befinde sich in der finalen Verhandlungsphase; mit einer Beauftragung rechnet Rheinmetall erst 2027. Ein genauer Termin wird nicht genannt.

Neun Monate sind kein Jahresergebnis

Für Januar bis September meldet Rheinmetall 8,376 Milliarden Euro Umsatz, nach 6,057 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis steigt von 795 Millionen auf 1,339 Milliarden Euro, also um 544 Millionen Euro. Die operative Marge erreicht 16,0 Prozent.

Diese Werte betreffen die ersten neun Monate bis zum 30. September. Sie sind weder das Ergebnis des einzelnen dritten Quartals noch bereits das Gesamtjahresergebnis. Die neue Jahresprognose wurde dagegen heute veröffentlicht.

Gewinn und Geldfluss getrennt lesen

Der operative freie Cashflow liegt bei minus 1,698 Milliarden Euro. Rheinmetall verweist unter anderem auf den Aufbau von Vorräten für das geplante Wachstum. Ein positives operatives Ergebnis bedeutet somit hier keinen positiven freien Geldfluss.

Wer die Meldung einordnen will, kann über die Quellen die bisherige und neue Prognose sowie die Neunmonatszahlen direkt vergleichen. Die Jahreswerte bleiben Erwartungen des Unternehmens; sie sind keine garantierten Ergebnisse.